Wer eine Facebook-Seite betreibt und dort regelmäßig auf die eigene Webseite, einen Blog oder andere externe Inhalte verweist, sollte momentan etwas genauer hinschauen. Meta testet eine Einschränkung für externe Links, bei der betroffene Accounts nur noch zwei Beiträge mit externen Links pro Monat veröffentlichen können. Wer danach weitere Links setzen möchte, bekommt ein kostenpflichtiges Abo angeboten.
Das klingt zunächst nach einer neuen allgemeinen Facebook-Regel. Genau das ist es derzeit allerdings noch nicht.
Die Einschränkung wird nicht bei allen Seiten und Accounts gleichermaßen angewendet. Vielmehr handelt es sich um einen Test, den Meta bereits Ende 2025 begonnen hat und der inzwischen offenbar auf weitere Facebook-Seiten ausgeweitet wird.
Wer heute nicht betroffen ist, kann deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass das auch in einigen Wochen oder Monaten noch so bleibt.
Die Zwei-Link-Grenze ist nicht neu
Der Test begann nicht erst mit dem Start von Meta One.
Bereits im Dezember 2025 berichtete TechCrunch über einen entsprechenden Test . Meta bestätigte damals, dass bestimmte Facebook-Seiten und Profile im Professional Mode nur noch zwei Beiträge mit externen Links veröffentlichen konnten, sofern sie kein kostenpflichtiges Meta-Verified-Angebot nutzten.
Meta erklärte damals, man wolle mit dem begrenzten Test herausfinden, ob die Möglichkeit, mehr Beiträge mit Links zu veröffentlichen, für zahlende Nutzer einen zusätzlichen Nutzen bietet.
Wichtig war damals auch eine andere Aussage: Publisher-Seiten sollten ausdrücklich nicht Teil des Tests sein. Außerdem konnten Links zu diesem Zeitpunkt weiterhin in Kommentaren veröffentlicht werden.
Es handelte sich also von Anfang an nicht um eine allgemeine Regel für sämtliche Facebook-Seiten.
Jetzt taucht die Beschränkung bei weiteren Seiten auf
Im September 2026 hat sich die Situation verändert.
Nach dem Start von Meta One für Unternehmen und Creator berichten zunehmend Betreiber klassischer Facebook-Seiten davon, dass ihnen ebenfalls eine Begrenzung auf zwei Link-Beiträge pro Monat angezeigt wird.
Social Media Today berichtete am 17. September 2026 über mehrere entsprechende Fälle . Demnach scheint Meta den bereits 2025 begonnenen Test auf weitere Facebook-Seiten ausgeweitet zu haben.
Auch Mimikama dokumentierte am 23. September 2026 entsprechende Fälle . Dort sind unter anderem deutschsprachige Screenshots zu sehen, bei denen Facebook nach zwei Beiträgen mit externen Links auf Meta One verweist.
Das Entscheidende dabei: Noch immer sind nicht alle Facebook-Seiten betroffen.
Es gibt also keine allgemeine Regel nach dem Motto: Jede Facebook-Seite darf ab sofort nur noch zwei externe Links im Monat veröffentlichen.
Und wer ist nun tatsächlich betroffen?
Genau hier wird es schwierig.
Eine öffentlich zugängliche Liste, anhand derer sich eindeutig feststellen lässt, welche Seiten unter die Beschränkung fallen, gibt es derzeit nicht.
Ursprünglich richtete sich der Test an bestimmte professionelle Accounts und Facebook-Seiten. Publisher waren nach den damaligen Angaben von Meta ausgenommen.
Inzwischen berichten allerdings auch Betreiber klassischer Pages von der Zwei-Link-Grenze. Das spricht dafür, dass Meta den Test inzwischen auf weitere Seiten ausweitet.
Ob eine konkrete Facebook-Seite betroffen ist, lässt sich deshalb derzeit nicht allein anhand des Seitentyps beantworten.
Das gilt beispielsweise auch für einen kleinen Blog, der eine eigene Facebook-Seite betreibt und dort auf seine Artikel verlinkt.
Es kann sein, dass die Seite heute völlig normal externe Links veröffentlichen kann. Es kann aber ebenso sein, dass Facebook irgendwann die entsprechende Einschränkung aktiviert.
Kurz gesagt: Nichts Genaues weiß man.
Wer momentan nicht betroffen ist, kann daraus nicht sicher ableiten, dass das auch dauerhaft so bleiben wird.
Was passiert nach den zwei Links?
Bei betroffenen Accounts erscheint nach dem ausgeschöpften Kontingent ein Hinweis von Facebook. Darin wird darauf hingewiesen, dass weitere Link-Beiträge nur mit einem kostenpflichtigen Angebot möglich sind.
Mimikama beschreibt einen konkreten deutschsprachigen Fall , bei dem Facebook nach zwei Link-Beiträgen auf Meta One verweist.
Damit wird aus einer ursprünglich als Test bezeichneten Einschränkung zunehmend ein Bestandteil des neuen kostenpflichtigen Angebots für professionelle Nutzer.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Meta inzwischen offiziell erklärt hätte, sämtliche Facebook-Seiten künftig für externe Links bezahlen zu lassen.
Dafür gibt es derzeit keine belastbare Grundlage.
Was ist Meta One?
Meta One ist ein neues Abonnementmodell, das Meta am 15. September 2026 offiziell vorgestellt hat.
Meta beschreibt Meta One als kostenpflichtiges Zusatzangebot für Facebook, Instagram, WhatsApp und Meta AI . Die normalen Funktionen der Plattformen sollen laut Meta weiterhin kostenlos bleiben. Bezahlt werden zusätzliche Funktionen und Werkzeuge.
Für Creator und Unternehmen gibt es mehrere Tarifstufen.
Der günstigste Business- beziehungsweise Creator-Tarif beginnt laut Meta bei 14,99 US-Dollar pro Monat. Darüber folgt Advanced ab 49,99 US-Dollar. Expert beginnt bei 149 US-Dollar und der umfangreichste Tarif Max bei 499 US-Dollar im Monat.
Meta weist ausdrücklich darauf hin, dass Preise, Funktionen und Verfügbarkeit je nach Region, App und Account unterschiedlich ausfallen können.
Die offizielle Preisspanne reicht damit derzeit von 14,99 bis 499 US-Dollar monatlich.
Besonders interessant ist der Tarif für 49,99 Dollar
Für die Diskussion um externe Links ist vor allem der Advanced-Tarif interessant.
Meta nennt für diesen Tarif ausdrücklich erweiterte Veröffentlichungsfunktionen. Dazu gehören unter anderem geplante Veröffentlichungen sowie Links in organischen Beiträgen und Reels.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jeder Nutzer für 49,99 Dollar monatlich genau dieselben Funktionen bekommt.
Meta schreibt selbst, dass sich die verfügbaren Funktionen je nach Region, App und Account unterscheiden können.
Wer wissen möchte, was für den eigenen Account tatsächlich angeboten wird, muss deshalb letztlich den eigenen Meta-One-Bereich aufrufen.
Was kostet Meta One in Deutschland?
Hier wird es noch etwas interessanter.
Die offiziellen Meta-Preise werden zunächst in US-Dollar angegeben. In Deutschland können die tatsächlich angezeigten Preise davon abweichen.
Mimikama hat bei einem deutschsprachigen Account konkrete Preise dokumentiert. Dort wurde Essential für 13,49 Euro im Monat angeboten. Advanced kostete 43,99 Euro, Expert 139 Euro und Max 439 Euro monatlich.
Diese Preise sollte man allerdings nicht als allgemeingültige deutsche Preisliste verstehen.
Sie zeigen lediglich, welche Preise Meta einem konkreten deutschen Account angezeigt hat. Andere Accounts können andere Preise oder andere Funktionen angezeigt bekommen.
Damit bewegt sich das Angebot derzeit ungefähr zwischen einem niedrigen zweistelligen Betrag und mehreren hundert Euro im Monat.
Und genau deshalb lohnt sich ein Blick auf die eigene Facebook-Seite, bevor man aus einzelnen Screenshots eine allgemeingültige Preisregel macht.
Facebook als Zubringer – aber nicht als Fundament
Für einen Blog stellt sich damit eine grundsätzliche Frage: Wie wichtig ist Facebook eigentlich für den eigenen Besucherstrom?
Ich verfolge bei ChristiansBlog bewusst eine zweigleisige Strategie. Social Media ist ein Teil davon, die eigentliche Webseite bleibt aber der zentrale Anlaufpunkt. Facebook dient dabei unter anderem dazu, neue Beiträge bekannt zu machen und Menschen direkt auf den jeweiligen Artikel zu führen. Gleichzeitig werden die Inhalte so aufgebaut, dass sie auch über Suchmaschinen gefunden werden können.
Das sind zwei völlig unterschiedliche Wege, Besucher zu erreichen.
Ein Facebook-Beitrag kann innerhalb kurzer Zeit viele Menschen erreichen. Dafür hängt seine Reichweite von einem Algorithmus ab, den der Seitenbetreiber nicht kontrollieren kann. Was heute gut funktioniert, kann morgen deutlich weniger Reichweite bringen. Und wenn Meta zusätzlich die Zahl der kostenlosen externen Links begrenzt, kommt eine weitere Abhängigkeit hinzu.
Suchmaschinen funktionieren anders. Ein gut geschriebener Artikel kann noch Monate oder Jahre nach seiner Veröffentlichung Besucher auf die eigene Webseite bringen. Niemand muss dafür einen neuen Facebook-Beitrag veröffentlichen und niemand muss dafür ein monatliches Abo bei einer sozialen Plattform abschließen.
Gerade bei einem Blog mit vielen dauerhaft relevanten Artikeln kann dieser Unterschied erheblich sein.
Deshalb sehe ich Facebook nicht als Ersatz für die eigene Webseite, sondern als einen zusätzlichen Kanal. Social Media kann Aufmerksamkeit erzeugen und neue Leser auf einen Artikel aufmerksam machen. Die eigentliche Reichweite sollte aber nicht ausschließlich davon abhängen.
Bei meinem Blog zeigt sich dieser Unterschied inzwischen seit mehreren Jahren ziemlich deutlich. Schon seit etwa vier bis fünf Jahren stelle ich fest, dass die Seite über Suchmaschinen immer besser gefunden wird und entsprechend mehr Besucher über Suchmaschinen auf die Artikel kommen.
Das ist für einen Blog ein entscheidender Vorteil. Ein Beitrag verschwindet nicht nach ein paar Stunden aus einem Feed, nur weil inzwischen tausend andere Beiträge veröffentlicht wurden. Wenn der Inhalt für eine Suchanfrage relevant ist und entsprechend gut gefunden wird, kann ein Artikel auch Jahre nach seiner Veröffentlichung noch Besucher auf die eigene Webseite bringen. Das zeigt sich auch bei der Nutzung von KI Modellen, wie Chatpgt oder Perplexity. Auch hier wird mein Content sehr häufig als Quelle genutzt.
Genau das unterscheidet Suchmaschinen von sozialen Netzwerken. Facebook kann kurzfristig für Aufmerksamkeit und Besucher sorgen. Die Suchmaschine kann dagegen dafür sorgen, dass ein Artikel auch langfristig auffindbar bleibt.
Deshalb sehe ich Facebook nicht als Ersatz für die eigene Webseite, sondern als einen zusätzlichen Kanal. Social Media kann Aufmerksamkeit erzeugen und neue Leser auf einen Artikel aufmerksam machen. Die eigentliche Reichweite sollte aber nicht ausschließlich davon abhängen.
Für mich persönlich bestätigt sich diese Strategie seit Jahren: Social Media und Suchmaschinen ergänzen sich, aber die eigene Webseite bleibt der Mittelpunkt. Wenn Meta irgendwann entscheidet, dass zwei kostenlose externe Links im Monat reichen, ist das für mich deshalb zwar ärgerlich, aber kein Grund, meine gesamte Strategie davon abhängig zu machen.
Der Blog gehört dagegen mir.
Die Inhalte liegen auf meiner eigenen Webseite, sind über Suchmaschinen auffindbar und können zusätzlich über meinen RSS-Feed abonniert werden. Genau diese Kombination ist für mich langfristig interessanter, als die gesamte Reichweite von einer einzigen sozialen Plattform abhängig zu machen.
Das macht die eigene Webseite unabhängiger von einzelnen Plattformen.
Und genau deshalb wäre eine Begrenzung externer Links für mich persönlich zwar ärgerlich, aber kein Grund, die Strategie des Blogs grundsätzlich umzubauen. Wenn Facebook irgendwann entscheidet, dass zwei kostenlose Links im Monat reichen, dann ist das eben eine weitere Erinnerung daran, wem die Plattform gehört.
Der Blog gehört dagegen mir.
Die Inhalte liegen auf meiner eigenen Webseite, sind über Suchmaschinen auffindbar und können zusätzlich über meinen RSS-Feed abonniert werden. Genau diese Kombination ist für mich langfristig interessanter, als die gesamte Reichweite von einer einzigen sozialen Plattform abhängig zu machen.
Noch ist daraus keine allgemeine Facebook-Regel geworden
Das sollte bei der ganzen Diskussion nicht untergehen.
Aktuell lässt sich nicht seriös behaupten, dass Meta sämtliche Facebook-Seiten auf zwei externe Links pro Monat beschränkt hat.
Der ursprüngliche Test wurde bereits Ende 2025 von Meta bestätigt. Damals waren bestimmte professionelle Accounts und Pages betroffen. Publisher wurden ausdrücklich ausgenommen.
Im September 2026 gibt es nun Hinweise darauf, dass der Test auf weitere Facebook-Seiten ausgeweitet wird.
Social Media Today berichtet von mehreren betroffenen Page-Managern , während Mimikama inzwischen auch deutschsprachige Fälle dokumentiert .
Eine offizielle Aussage von Meta, dass künftig jede Facebook-Seite nur noch zwei externe Links kostenlos veröffentlichen darf, gibt es dagegen bislang nicht.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Was bedeutet das für die eigene Facebook-Seite?
Eigentlich zunächst einmal: beobachten.
Wer momentan weiterhin beliebig viele externe Links veröffentlichen kann, muss nicht plötzlich ein Meta-One-Abo abschließen.
Wenn Facebook bei der eigenen Seite irgendwann eine entsprechende Meldung anzeigt, sieht die Situation anders aus.
Dann muss jeder Seitenbetreiber für sich entscheiden, ob sich ein kostenpflichtiges Abo angesichts der eigenen Nutzung lohnt.
Für jemanden, der zwei oder drei Links im Monat veröffentlicht, dürfte die Frage anders aussehen als für einen Blog, der mehrmals pro Woche neue Artikel veröffentlicht.
Und auch die anderen Funktionen von Meta One spielen bei dieser Entscheidung eine Rolle. Das Angebot besteht schließlich nicht ausschließlich aus der Möglichkeit, mehr externe Links zu veröffentlichen.
Ein Blick auf die Entwicklung lohnt sich trotzdem
Interessant ist vor allem die zeitliche Entwicklung.
Im Dezember 2025 testete Meta zunächst eine Begrenzung für bestimmte professionelle Accounts und Facebook-Seiten und neun Monate später wird ein neues kostenpflichtiges Meta-One-Modell eingeführt.
Gleichzeitig berichten weitere Seitenbetreiber davon, dass ihnen Facebook nach zwei Link-Beiträgen ein kostenpflichtiges Angebot präsentiert.
Ob daraus am Ende eine allgemeine Regel wird, ist offen.
Meta könnte den Test wieder zurückfahren. Das Unternehmen könnte ihn auf weitere Seiten ausweiten. Es könnte die Bedingungen verändern oder die Link-Funktion dauerhaft an bestimmte Tarife binden.
Momentan wissen wir schlicht noch nicht, welche dieser Möglichkeiten am Ende Realität wird.
Für Betreiber eigener Webseiten ist die Entwicklung trotzdem interessant.
Denn wer seine Reichweite ausschließlich über Facebook aufbaut, ist immer davon abhängig, welche Regeln Meta gerade vorgibt.
Heute kann der Link zum eigenen Blog kostenlos veröffentlicht werden. Morgen könnten dafür zwei Beiträge im Monat das kostenlose Limit sein.
Und ob die eigene Seite dann betroffen ist, erfährt man möglicherweise erst in dem Moment, in dem Facebook die entsprechende Meldung anzeigt.
Genau deshalb lohnt es sich, die Entwicklung im Auge zu behalten.
Ich persönlich gehe nicht davon aus, dass sich dieses Modell dauerhaft durchsetzen wird. Für meinen Blog werde ich jedenfalls garantiert kein Geld dafür bezahlen, dass ich beim Zuckerberg meine eigenen Beiträge verlinken darf.
Deshalb werde ich mir wohl einmal Gedanken darüber machen, ob ich neben meinem bereits bestehenden RSS-Feed nicht doch einen Newsletter anbieten kann. Wenn ich diesen Weg gehe, möchte ich dabei allerdings meinem bisherigen Ansatz treu bleiben: möglichst wenig Tracking, keine unnötigen Cookies und keine Überwachung dessen, wer einen Artikel tatsächlich geöffnet oder gelesen hat.
Eine weitere Möglichkeit ist der RSS-Feed selbst. Wer einen Feedreader wie etwa Feeder verwendet, bekommt neue Beiträge automatisch angezeigt, sobald sie auf der Webseite veröffentlicht werden. Man muss also nicht ständig bei Facebook nachschauen, ob es etwas Neues gibt, und auch keinen Newsletter abonnieren.
Feeder ist Open Source und über F-Droid erhältlich. Eine Version gibt es außerdem im Google Play Store .
Vielleicht ist es am Ende ja gar nicht so schlecht, wenn man sich wieder ein Stück weit unabhängiger von den großen Plattformen macht.

