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Praxistest: Becker transit.6 LMU – LKW-Navigation im Alltag

Vier Wochen lang habe ich das Becker transit.6 LMU im Berufsalltag getestet. Mein Erfahrungsbericht mit Stärken, Schwächen und einem Vergleich zum Snooper Truckmate Pro S8000.

Hinweis: Dieser Testbericht entstand ursprünglich im Jahr 2015 und wurde 2026 für ChristiansBlog überarbeitet und neu veröffentlicht. Die beschriebenen Funktionen und Kartenstände entsprechen dem damaligen Stand der Technik.

Vier Wochen Praxistest

Vier Wochen lang durfte ich das Becker transit.6 LMU im Berufsalltag testen. Als Vergleichsgerät diente das Snooper Truckmate Pro S8000. Beide Geräte richten sich speziell an Berufskraftfahrer – dennoch zeigten sich im täglichen Einsatz deutliche Unterschiede.

Eines vorweg:

Navigieren konnten beide Geräte problemlos.

Die Testgeräte

Das Becker transit.6 LMU setzt auf ein hochwertiges Echtglasdisplay und verfügt über eine integrierte WLAN-Funktion. Dadurch lassen sich nicht nur Kartenupdates komfortabel herunterladen, sondern auch aktuelle Verkehrsinformationen aus dem Internet nutzen.

Das Snooper Truckmate Pro S8000 bietet dagegen zusätzliche Multimediafunktionen wie DVB-T und Radio. Auf WLAN muss man hier allerdings verzichten.

Auch preislich gab es Unterschiede:

  • Becker transit.6 LMU: 399 € (UVP)
  • Snooper Truckmate Pro S8000: 579 € (UVP)

Obwohl beide Geräte mit identischen Fahrzeugdaten konfiguriert waren, fiel bereits nach kurzer Zeit auf, dass das Becker häufig sinnvollere Strecken berechnete.

Mehrfach zeigte das Becker Routen an, die bis zu 20 Kilometer kürzer waren als die des Referenzgeräts.

Ein wesentlicher Grund dürfte die Nutzung aktueller Internet-Verkehrsdaten gewesen sein.

Stauumfahrung

Besonders positiv fiel der Stauassistent auf.

Beim Becker lässt sich festlegen, ab welcher Verzögerung automatisch eine Ausweichroute vorgeschlagen werden soll. Während des Tests waren 15 Minuten eingestellt.

Gerade im Berufsalltag erwies sich diese Funktion als deutlich flexibler als die reine TMC-Auswertung des Vergleichsgeräts.

Parkplatzassistent

Für Fernfahrer besonders interessant ist der integrierte Parkplatzassistent.

Beim Erreichen des Zielortes schlägt das Gerät geeignete Parkmöglichkeiten in der Umgebung vor. Diese können sowohl auf der Karte als auch in Listenform dargestellt werden.

Hier können die ursprünglichen Bilder wieder eingefügt werden.

Bluetooth-Freisprecheinrichtung

Positiv überrascht hat mich auch die Sprachqualität der integrierten Bluetooth-Freisprecheinrichtung.

Während ich bei anderen Navigationsgeräten häufig Verständigungsprobleme erlebt habe, war die Sprachqualität beim Becker klar und deutlich.

Geokoordinaten

Wie viele Becker-Geräte unterstützt auch das transit.6 LMU die Eingabe von Geokoordinaten.

Gerade bei Firmenzufahrten, deren postalische Adresse nicht exakt zur Anlieferstelle führt, ist diese Funktion äußerst hilfreich.

Kritikpunkte

Natürlich verlief der Test nicht ohne Kritik.

Unnötige Abfahrten an Autobahnkreuzen

An einigen Autobahnkreuzen – beispielsweise Dortmund/Unna – wollte mich das Gerät regelmäßig von der Autobahn herunterführen, nur um unmittelbar wieder auf dieselbe Autobahn aufzufahren.

Das ist nicht nur unnötig, sondern kann insbesondere bei hohem Verkehrsaufkommen problematisch sein.

WLAN-Updates unterwegs

Die automatische Updatefunktion arbeitet zuverlässig – allerdings auch dann, wenn das Gerät über den Smartphone-Hotspot mit dem Internet verbunden ist.

Während des Tests stieg mein mobiles Datenvolumen dadurch von etwa einem Gigabyte auf nahezu drei Gigabyte pro Monat.

Hier hätte ich mir eine Einstellmöglichkeit gewünscht, zwischen Heim-WLAN und mobiler Datenverbindung unterscheiden zu können.

Bekannte Streckensperrungen

Auch das Becker transit.6 LMU kannte einige bekannte LKW-Sperrungen nicht zuverlässig.

So wurde beispielsweise die Leverkusener Brücke weiterhin in die Routenplanung einbezogen.

Sprachsteuerung

Das Gerät verfügt zwar über eine Sprachsteuerung, diese funktionierte im Test jedoch nicht zuverlässig.

Da ich Ziele ohnehin lieber manuell eingebe, spielte dieser Punkt für mich allerdings nur eine untergeordnete Rolle.

Fazit

Obwohl ich persönlich Navigationsgeräte nur selten benötige, hat mich das Becker transit.6 LMU im Alltag überzeugt.

Besonders die Internetunterstützung, die intelligente Stauumfahrung sowie die praxisnahen Zusatzfunktionen machen das Gerät zu einem guten Begleiter für Berufskraftfahrer.

Natürlich ersetzt auch das beste Navigationsgerät nicht den gesunden Menschenverstand. Dennoch zeigte sich während des Tests mehrfach, dass aktuelle Online-Verkehrsdaten einen echten Mehrwert gegenüber einer reinen TMC-Navigation bieten.

Aus damaliger Sicht war das Becker transit.6 LMU deshalb ein empfehlenswertes LKW-Navigationsgerät mit einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis.