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Und Battlefield läuft doch unter Linux

Battlefield 3 unter Linux im Jahr 2026? Mit Steam, Proton 11 und einem kleinen Umweg über PunkBuster läuft der Shooter-Klassiker überraschend problemlos.

Battlefield 3 unter Linux (LMDE 7, Proton 11) im Jahr 2026 spielen

Battlefield 3 erschien bereits 2011. Und ja ich weiß, es ist alt. Aber trotzdem gibt es auch heute noch aktive Multiplayer-Server. Dank Proton lässt sich der Klassiker inzwischen erstaunlich problemlos unter Linux spielen. Und vorallem: Performanter!

In diesem Artikel zeige ich die Installation unter LMDE 7 (Linux Mint Debian Edition) mit Steam und Proton 11 sowie die typischen Probleme, auf die ich gestoßen bin.

Testsystem

  • LMDE 7 (Gigi)
  • Linux Kernel 6.12
  • AMD Ryzen 5 5500
  • AMD Radeon RX 9060 XT
  • Steam
  • Proton 11

Battlefield 3 installieren

Battlefield 3 wird ganz normal über Steam installiert.

Anschließend in Steam:

Eigenschaften → Kompatibilität

aktivieren:

Kompatibilitätstool für dieses Spiel erzwingen

und als Proton-Version auswählen:

Proton 11

Danach das Spiel einmal starten, damit Steam das Proton-Präfix anlegt.

BF3 Ingame

Battlelog funktioniert weiterhin

Battlefield 3 verwendet auch heute noch Battlelog im Browser.

Aufgerufen wird Battlelog unter:

https://battlelog.battlefield.com/bf3/

Mit dem EA-Konto anmelden und das Spiel mit Steam verknüpfen.

Protontricks installieren

Unter LMDE ließ sich Protontricks über Flathub installieren.

Falls Flatpak einen Fehler wie

1
opening repo: opendir(objects): Datei oder Verzeichnis nicht gefunden

meldet, ist meist das Benutzer-Repository beschädigt.

In meinem Fall waren die installierten Flatpaks systemweit vorhanden, während lediglich das Benutzer-Repository defekt war.

PunkBuster aktualisieren

Viele Battlefield-3-Server verwenden weiterhin PunkBuster.

Die aktuelle Version von PBSetup kann hier heruntergeladen werden:

https://www.evenbalance.com/downloads.php

Datei:

1
pbsetup.exe

Protontricks starten

1
protontricks

Anschließend:

  1. Battlefield 3 auswählen
  2. OK

Danach:

Select the default wineprefix

und anschließend:

Run an arbitrary executable

auswählen.

Nun die heruntergeladene Datei

1
pbsetup.exe

starten.

Battlefield 3 hinzufügen

Im PunkBuster Setup:

Add a Game

auswählen.

Anschließend:

Battlefield 3

hinzufügen und danach:

Update PunkBuster

ausführen.

Damit werden die aktuellen PunkBuster-Dateien installiert.

BF3 Ingame

Typisches Problem: „Disable VPN“

Nach erfolgreicher Installation erschien beim Serverbeitritt folgende Meldung:

1
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3
4
Game disconnected:
you have been banned from this server.
Stated reason:
IP address not allowed please disable VPN

oder:

1
[peierskopp] Please disable VPN and rejoin

Überraschung: Es war gar kein VPN aktiv

Die erste Vermutung war natürlich ein aktiver VPN-Dienst.

Allerdings:

  • kein CyberGhost aktiv
  • kein Mozilla VPN aktiv
  • öffentliche IPv4-Adresse von Deutsche Glasfaser
  • öffentliche IPv6-Adresse von Deutsche Glasfaser
  • keine Auffälligkeiten bei Blacklist-Prüfungen

Die Abfragen ergaben:

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4
5
IPv4:
94.31.x.x

Provider:
Deutsche Glasfaser Wholesale GmbH

Somit handelte es sich offenbar um einen Fehlalarm des eingesetzten Server-Plugins.

Ursache

Die Meldung stammt nicht von:

  • Battlefield 3
  • EA
  • PunkBuster
  • Linux
  • Proton

sondern von einem Anti-VPN-Plugin der jeweiligen Serverbetreiber (BFAdminTools).

Offenbar wurde der verwendete IP-Bereich fälschlicherweise als VPN oder Proxy erkannt.

Fazit

Die eigentliche Installation von Battlefield 3 unter Linux war überraschend unkompliziert:

  • ✅ Steam-Installation
  • ✅ Proton 11 funktioniert
  • ✅ Battlelog funktioniert
  • ✅ Battlefield 3 startet
  • ✅ PunkBuster lässt sich aktualisieren

Die größten Probleme entstanden nicht durch Linux oder Proton, sondern durch serverseitige Anti-VPN-Filter, die eine normale Deutsche-Glasfaser-IP fälschlicherweise als VPN einstuften.

Bemerkenswert ist außerdem, wie gut Battlefield 3 auch heute noch in die aktuelle Steam-Plattform integriert ist. Spielzeit, Erfolge und DLCs funktionieren weiterhin problemlos. Das Spiel wird nach wie vor offiziell über Steam angeboten und lässt sich ohne größere Umwege installieren. Auch wenn es aktuell noch 40 € kostet.

Das eigentlich Erstaunliche ist dabei nicht, dass Battlefield 3 unter Linux läuft – sondern wie problemlos es das inzwischen tut. Während Linux früher oft als Hindernis galt, stammen die größten Stolpersteine heute von den verbliebenen Community-Tools und Serverfiltern. Wer Battlefield 3 im Jahr 2026 noch einmal spielen möchte, kann dies unter Linux problemlos tun.